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Frieden zwischen den Religionsgemeinschaften

Angesichts der Reformation, die sich ab dem 16. Jahrhundert in den benachbarten Gebieten ausbreitete, erschien Freiburg wie eine katholische Hochburg. In der Geschichte der Schweiz hat der Faktor Religion oft politische Konflikte genährt. Der definitive Beitritt des Seebezirks zum Kanton Freiburg im 19. Jahrhundert war ein wichtiger Schritt hin zur konfessionellen Öffnung des Kantons. Heute scheinen der Sonderbundskrieg und der Kulturkampf einer fernen Vergangenheit anzugehören.

Der interreligiöse Dialog zwischen Katholiken, Protestanten, Israeliten und in jüngerer Zeit auch Muslimen ist die Basis für das Zusammenleben. Über Religion zu sprechen, Räume für den Dialog zu schaffen sind die wichtigsten Bollwerke gegen die Ignoranz, an der sich die Extremisten nähren. In diesem Sinne ist der humanistische Unterricht in Freiburg ein wertvolles Gut. Er ist insbesondere geprägt vom spirituellen Erbe der zahlreichen religiösen Kongregationen, die sich im Laufe der Jahrhunderte im Kanton niedergelassen haben.

Frieden mit der Umwelt

In der Zeit des Klimawandels und der weltweiten Ressourcenknappheit , scheinen die schönen Freiburger Landschaften eine gewisse, geradezu erstaunliche Ausgeglichenheit zu verströmen. Dieses Gleichgewicht ist jedoch fragil. Auch Freiburg sah sich schon mit unerfreulichen Ereignissen konfrontiert, wie zum Beispiel der Kontamination der Fische in der Saane aufgrund der ehemaligen Deponie La Pila. Auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen bedeutet auch, die Berufsleute zu achten, die zu ihrem Unterhalt beitragen.

Heute stehen die landwirtschaftlichen Kreise unter Druck: Die Regeln des Marktes wirken sich nicht nur auf die landwirtschaftliche Produktion aus, sondern auch auf das Landwirtschaftsland. Es ist äusserst wichtig, dass wir wieder eine direktere Beziehung zu diesem Land herstellen. Dies geschieht dadurch, dass wir den eigentlichen Wert der Umwelt und ihrer Früchte erkennen. Die Produkte, die unser Boden hervorbringt, sind weitherum bekannt für ihre Qualität. Sie verdienen es, dass wir die Grundlagen zu ihrer Produktion erhalten.

Frieden zwischen Tradition und Moderne

Die Freiburgerinnen und Freiburger hängen an ihrem kulturellen Erbe. Wer ist als Kind nicht Singen gegangen am 1. Mai, wenn auch nur ein einziges Mal? Eine musikalische Tradition, die bis in die Hallen von Fribourg-Gottéron widerhallt, mit dem «Ranz des vaches» (Kuhreigen) und seinem berühmten «Lioba», einer regelrechten Hymne, die von den Fans aus allen Himmelsrichtungen des Kantons wie aus einem Munde angestimmt wird. Traditionen wie die Kilbi, das Sankt-Nikolaus-Fest oder die Fasnacht sind aufgrund ihrer Fähigkeit, die Freiburgerinnen und Freiburger zusammenzubringen, wertvolle Traditionen.

Obwohl er lange Zeit hinterherhinkte, hat es der Kanton verstanden, seinen Rückstand in Bezug auf Infrastrukturen und Lebensqualität aufzuholen. Seine Attraktivität beruht heute auf der Entwicklung von Spitzensektoren. Dies verdankt Freiburg zum Teil seiner Fähigkeit zur Innovation. Dazu schöpft er aus seinen Traditionen, die den Menschen Bodenhaftung verleiht angesichts einer Welt, die sich immer schneller verändert.

Frieden zwischen Stadt und Land

Mit seinen Voralpen, seinen Terroirprodukten oder Bildern von Sennen in der Tracht präsentiert sich Freiburg gerne von seiner ländlichen Seite. Man vergisst jedoch schnell, dass Freiburg kurz vor seinem Beitritt zur Eidgenossenschaft 1481 die verpönte Stellung als Stadtstaat zu schaffen machte. Den reibungslosen Beitritt unseres Kantons zur Schweiz verdanken wir dem Heiligen Bruder Klaus und seinen Vermittlerqualitäten. Durch seine territoriale Expansion und nur zaghafte Industrialisierung hat Freiburg nach und nach das Gesicht eines Agrarkantons angenommen.

Von der Brückenstadt ist Freiburg zum Brückenkanton geworden. In einer Zeit der grenzenlosen und unmittelbaren Kommunikation, wo man in kurzer Zeit von einem Ort zum andern gelangt und sich die Aktivitäten auf gewisse städtische Zentren konzentrieren, ist es sich Freiburg schuldig, eine Lebensweise zu bewahren, wo Stadt und Land miteinander in Berührung kommen und sich ergänzen. Das Gleichgewicht zwischen Stadt und Land ist ein Plus, eine Lebensqualität, die geschätzt wird, aber gleichzeitig auch eine Herausforderung.

Frieden zwischen den Sprachgemeinschaften

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Frieden zwischen den Generationen

Freiburg ist der jüngste Kanton der Schweiz. Unter anderem dank seinen Stärken im Bildungsbereich zieht der Kanton junge Leute aus anderen Regionen an. Diese Jugend steht für Dynamik. Damit sie sich bestmöglich entfalten kann, muss der Kanton dafür sorgen, ihr sowohl berufliche, als auch gesellschaftliche und kulturelle Perspektiven zu bieten. In einer Welt, in der Individualismus und Wettbewerb immer stärker werden, sind die Jugendlichen eine verletzliche Bevölkerungsgruppe, die sich oft mit Arbeitslosigkeit, unsicheren Arbeitsverhältnissen und Verschuldung konfrontiert sieht.

Es ist äusserst wichtig, dass sich die Generationen, die von Wohlstand und Vollbeschäftigung profitieren konnten, solidarisch zeigen. Sie können sich ihrer Verantwortung nicht entziehen in dieser orientierungslosen Welt, die sich riesigen Herausforderungen stellen muss. Es ist zu hoffen, dass sie sich Zeit nehmen, ihr kulturelles Wissen weiterzugeben oder dieser Jugend die Möglichkeit geben, sich zu beweisen. So gibt man den neuen Generationen Glauben an die Zukunft und die Chance , sich für die Gesellschaft einzusetzen. Andere Jugendliche, entwurzelte Migranten, erhoffen sich in unseren Breitengraden eine bessere Zukunft.

Jugendrat

Der Jugendrat hat den Auftrag, die jungen Leute gegenüber den kantonalen Behörden zu vertreten. Diese Kommission wird hauptsächlich zu Jugend- und Bildungsfragen konsultiert. Ihr gehören junge Menschen im Alter zwischen 16 und 23 Jahren mit unterschiedlichem Hintergrund an: Studentinnen und Studenten oder Auszubildende aus dem deutsch- und dem französischsprachigen Teil Freiburgs. Ihnen gemeinsam ist, dass sie etwas verändern und die Dinge voranbringen wollen. Der Jugendrat hat verschiedene innovative Initiativen lanciert, unter anderem den Tag der Zweisprachigkeit.
http://www.cjfr.ch/de/presentation.html
https://www.facebook.com/cjfr.jrfr

Der Markt

Samstag, 2. Dezember 1830 in Freiburg. Mit dem Wunsch nach einer besseren Machtverteilung versammelt sich ein Teil der ländlichen Bevölkerung auf dem Rathausplatz. Dieses historische Ereignis, das als «Journée des bâtons» in die Geschichte einging, ist Teil eines langen Prozesses für einen Machtausgleich zwischen Stadt und Land. Heute findet auf dem gleichen Platz jeden Samstag von 6.30 bis 12.00 Uhr einer der vier Märkte der Stadt Freiburg statt. Zahlreiche Gemüsehändler strömen aus der Umgebung in die Stadt, um ihre Produkte feilzubieten. Die Pflastersteine des Burgquartiers schmücken sich mit den bunten Auslagen der Marktstände, ganz zur Freude der Passanten. Dieser Markt ist ein wichtiges Bindeglied, fördert den Austausch und steht für beste Qualität.
Plus

Stadtpark Cormanon

Aus einem 1500-Seelen-Dorf in den 1950er Jahren ist in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein komplett anderes Villars-sur-Glâne entstanden. Heute ist der Ort mit 12’000 Einwohnerinnen und Einwohnern die Gemeinde mit der dritthöchsten Einwohnerzahl des Kantons. Der 2011 eingeweihte Stadtpark Cormanon steigert die Lebensqualität der Bevölkerung von Villars-sur-Glâne. Darin finden sich ein Weg für die Fussgänger und den Langsamverkehr, Sitzbänke und Spielplätze. Der Park liegt in einem idyllischen Rahmen und wird vom letzten Landwirt der Gemeinde unterhalten.

Städtische Luftseilbahn

1912 nahm die erste Trolleybus-Strecke der Schweiz zwischen Posieux und Freiburg den Betrieb auf. Der Kanton verfügte damit über eine physische Verbindung zwischen Stadt und Land. Heutzutage reichen die Fahrleitungen meistens nicht über die Stadtgrenze hinaus. In Bezug auf Innovationen stehen wir aber ganz und gar nicht auf der Leitung: Es könnte sein, dass in Freiburg bis 2021 eine Luftseilbahn errichtet wird. Diese Gondelbahn soll das Bahnhofgebiet mit dem Kantonsspital verbinden.

Die Gemeinde Greyerz

Am 29. April 2015 schlug eine Idee von Oberamtmann Patrice Borcard hohe Wellen im Greyerzersee. Sein Vorschlag: nichts Geringeres als der Zusammenschluss aller Gemeinden des Bezirks. Seiner Meinung nach werden die Herausforderungen regionaler: Orientierungsschule, Gesundheitsnetz, Kultur- und Sporteinrichtungen, Pflegeheime, Raumplanung usw. Gleichzeitig sehen sich die Gemeinderäte mit immer mehr und immer komplexeren Aufgaben konfrontiert. Diese Überlegung, die auch für andere Regionen interessant sein dürfe, könnte verhindern, dass ein Graben zwischen dem Zentrum und der Peripherie entsteht.

Fusion21

2016 ist der Verein Fusion 21 entstanden. Dieser setzt sich ein für die Schaffung einer Gemeinde Grossfreiburg. Die Einheit ist frei von jeder politischen Färbung und vereint Mitglieder der Zivilgesellschaft aus den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Sozialpädagogik und Medien. Sie will Vorschläge einbringen, sensibilisieren und informieren. Ein solcher Verein kann eine zentrale Rolle spielen, um Gesprächspartner an einen Tisch zu bringen, den Dialog zu fördern, gewisse Vorurteile abzubauen und Blockaden zu verhindern.
www.fusion21.ch/

Der Sensebezirk, Freiburger Energiehauptstadt

Im Kanton gibt es rund zwanzig «Energiestädte». Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich Gemeinden, die auf erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und ein nachhaltiges Ressourcenmanagement setzen. Seit Juni 2011 bildet der Sensebezirk mit seinen 19 Gemeinden als Ganzes eine «Energiestadt». Zu den Engagements der Region zählt unter anderem eine Energiebuchhaltung für alle kommunalen Gebäude.
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Das Holzwärmenetz von Châtel-St-Denis

Seit 2010 verfügt Châtel-St-Denis über ein Holzwärmenetz. Dank ihm kann jährlich ein Ausstoss von 2’200 Tonnen CO2 und der Verbrauch von 800’000 Litern Heizöl eingespart werden. Die Gemeinde besitzt die zweitgrösste Waldfläche des Kantons. Diese Wälder liefern ihr einen Grossteil der 10’000 m3 Holzschnitzel, die pro Jahr für den Betrieb der Heizzentrale benötigt werden. Mit der so gewonnenen Energie werden Mietwohnungen, Einfamilienhäuser, das Schwimmbad, die Dreifachturnhalle, die Schulen und das Kino geheizt.
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Fruchtfolgeflächen

Fruchtfolgeflächen bieten die besten Bedingungen für den Ackerbau. Der Bund schreibt jedem Kanton einen Mindestumfang an Fruchtfolgeflächen vor. Seit 2015 erfüllt der Kanton Freiburg die ihm zugeteilte Fläche von 35’800 Hektaren nicht nur, er übertrifft sie sogar. Der Kanton setzt sich somit konkret für den Schutz des Kulturlandes ein.
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Le Port de Fribourg

1861 gründen die Gebrüder Rieding auf dem Gelände der Unteren Matte eine Leuchtgasfabrik, welche für die Stadtbeleuchtung zuständig ist. Das Gaswerk wird schon bald von der Stadt übernommen und in den 1980er Jahren stillgelegt. Seit 2014 befindet sich auf dem Gelände «Le Port de Fribourg» – der Hafen von Freiburg. Dieser wird von einem Verein geführt, der dort Urban Gardening betreibt, Menüs aus Produkten aus der Region und ein soziokulturelles Programm anbietet. Dieser kleine Garten Eden lädt zum Entspannen ein, aber auch zum Nachdenken über unser Verhältnis zur Erde.
www.leport.ch/

Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest

Vom 26. bis zum 28. August 2016 verwandelt sich Estavayer-le-Lac zur Hauptstadt der Schweizer Traditionen. Das mittelalterliche Städtchen wird bei jedem Gang, den die Schwinger aus der ganzen Schweiz absolvieren, mitfiebern. Während ein Skandal nach dem anderen ein schlechtes Licht auf die Welt des Sports wirft, ist es umso wichtiger, Werte wie Respekt und Fairplay hervorzuheben, welche diese Schwinger antreiben. Einige dieser hervorragenden Amateursportler sind namentlich Landwirte. Gabriel Yerly, Vizepräsident des Steuerungsausschusses, veranschaulicht diese Synthese: Als Präsident der Freiburger Milchproduzenten kämpft er auch dafür, dass der Preis für Molkereimilch die Arbeit der Produzenten gerecht entschädigt.
Estavayer2016

Seeländerspargeln

Im vergangenen Jahrhundert war Kerzers bekannt für seine Spargeln. Diese Kultur wäre aber beinahe ganz verschwunden. Vier Gemüseproduzenten der Region haben sich zusammengetan, um das zu verhindern. Sie haben eine Gesellschaft gegründet, die die berühmten Seeländer Spargeln anbaut, produziert und vermarktet. 2014 haben sie dafür den landwirtschaftlichen Innovationspreis des Kantons Freiburg gewonnen. Das Kühlsystem und die Sortiermaschine sowie die Verwertung und Vermarktung des Produkts vermochten die Jury zu überzeugen. Mit ihrem Innovationsgeist haben die vier Gesellschafter eine Freiburger Tradition gerettet.
Seeländerspargeln

Von der Grossen Hängebrücke zur Poyabrücke

Der Brückenbau hat in Freiburg Tradition. 1836 errichtete die Stadt die Grosse Hängebrücke – damals die weltweit längste Brücke ihrer Art. Sie war auch die erste, bei der Stahldrähte statt Ketten verwendet wurden. 1923 wurde sie zerstört, und ein Jahr später machte sie Platz für die Zähringerbrücke. Diese wurde im Herbst 2014 für den motorisierten Individualverkehr gesperrt, um das historische Erbe des Burgquartiers und der Kathedrale zu schützen. Im Gegenzug zu dieser Schliessung wurde gleichzeitig die längste Schrägseilbrücke der Schweiz eingeweiht, die Poyabrücke.
Brücken in der Stadt

BlueFactory

Inmitten von Freiburg zeugen ein imposantes Silo und ein Hochkamin von der Tradition der lokalen Bierbraukunst. Da, wo früher Hopfenduft in der Luft lag, ist eine neue Halle entstanden. Seit 2014 stellt die Gesellschaft Bluefactory die Förderung, die weitere Entwicklung und den Betrieb dieses ganz der Innovation gewidmeten Standorts sicher. Es ist das erklärte Ziel von Bluefactory, zum ersten Innovationsquartier der Schweiz mit einer neutralen CO2-Bilanz zu werden. Die Labors und Büros werden daher in Containern aus einheimischem Holz und unter einer Decke von rund 1800 m2 Solarpanels eingerichtet. Sie werden den Bekanntheitsgrad von Freiburg in der Spitzenforschung erhöhen.

Gordon-Bennett-Cup

Im Jahr 1906 organisierte der Abenteurer James Gordon Bennett das erste Gasballonrennen. Ziel damals war es, die technische Entwicklung in der Luftfahrt anzuregen. Unterstützt von den vier Pfeilern der Freiburger Wirtschaft belegte das Freiburger Team Fribourg Freiburg Challenge am Gordon-Bennett-Cup 2015 den hervorragenden 3. Platz. Das Rennen ist nichts weniger als die älteste Ballonsportveranstaltung für Gasballone. Freiburg setzt sich voll und ganz für diese Tradition der Innovation ein. Vom 7. bis zum 16. September 2017 wird in Freiburg die 61. Ausgabe dieses renommierten Wettbewerbs beim Flugplatz Epagny stattfinden.

Stauwehr Magerau

Das zwischen 1870 und 1872 errichtete Stauwehr Magerau war das erste Betonstauwehr in ganz Europa. Dieses Bauwerk hat Freiburg Guillaume Ritter, einem Ingenieur mit elsässischen Wurzeln, zu verdanken. Anfangs diente das Staubecken zur Trinkwasserversorgung der Stadt. Mithilfe eines mechanischen Kabels versorgte es auch die industriellen Betriebe des Plateau de Pérolles mit Energie. Heute versorgt es das Kraftwerk Ölberg und eine Turbine im benachbarten Wasserkraftwerk für die Dotierwassermenge. Diese Turbine ist mit dem Umweltschutzlabel «naturemade star» ausgezeichnet und erlaubt einen regelmässigen Wasserabfluss in die Saane. 2005 wurde das Stauwehr Magerau mit einem Fischlift ausgestattet.

AOP-Käse

Der Gruyère AOP und der Vacherin Fribourgeois AOP sind die Zugpferde der freiburgischen Wirtschaft, mit denen mehrere hundert Bauernfamilien ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Vielfalt unserer Graslandschaften kommt im milden Geschmack des Käses zum Ausdruck. Wenn Sie zum Beispiel in einen Gruyère d’Alpage AOP oder einen Vacherin Fribourgeois AOP beissen, dann beissen Sie in ein Stück des natürlichen Terroirs mit leicht blumigen Duftnoten. Die AOP garantiert den Konsumenten ein qualitativ hochwertiges Produkt. Sie ermöglicht ihnen auch, zu «Konsum-Akteuren» zu werden, indem sie auf einen geringeren CO2-Verbrauch setzen.
La Maison du Gruyère
www.lamaisondugruyere.ch
Gruyère AOP in Facebook
Vacherin fribourgeois AOP
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Waldreservate

Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch durch die Bewirtschaftung die Baum- und Strauchartenzusammensetzung in unseren Wäldern wesentlich verändert und dadurch auch die Tier- und Pflanzenwelt beeinflusst. Dennoch sind die Wälder naturnaher als die meisten anderen Ökosysteme der Schweiz. Als Primärhabitat sowie aufgrund ihrer Ausdehnung und ihres Artenreichtums kommt ihnen als Lebensraum eine überragende Bedeutung zu. Um diese Biodiversität zu erhalten, hat der Kanton Freiburg seit 1995 14 Waldreservate geschaffen, in denen ganz auf forstliche Eingriffe verzichtet wird. Das bislang letzte Waldreservat ist jenes von Hongrin in der Gemeinde Haut-Intyamon. Das 2016 geschaffene Reservat umfasst 43,3 Hektaren Waldfläche.
Waldreservate

Hauterive

Seit 2016 trägt der Landwirtschafts- und Obstbaubetrieb des Klosters Hauterive das Bio-Label. «Es ist eher eine philosophische und religiöse als eine wirtschaftliche Entscheidung, die auch ein Zeichen des Respekts vor der Schöpfung sein soll», erklärte Bruder Pierre-Yves in der Liberté vom 4. März 2016. Der Betrieb von Hauterive ist nun auch Mitglied des Vereins Bio Freiburg. Seit ihrer Ankunft auf Freiburger Boden im 12. Jahrhundert haben sich die Mönche von Hauterive durch die Aufwertung des Bodens und der natürlichen Ressourcen ausgezeichnet und ihr Wissen und Können an die Freiburger Landwirte weitergegeben.
Klosters Hauterive

Ökologische Netzwerke

Das erste ökologische Netzwerk ist jenes von Düdingen-Schmitten-Tafers, das 2002 verwirklicht wurde und 110 Landwirtschaftsbetriebe vernetzt. 2016 sind die Freiburger Landwirte an über 50 ökologischen Netzwerken beteiligt, darunter mehrere interkantonale Projekte in der Broye. Sie decken eine Fläche von rund 54’000 ha und damit drei Viertel der Landwirtschaftlichen Nutzfläche (LN) des Kantons ab. Es handelt sich dabei um einen wesentlichen Beitrag der Landwirtschaft zum Erhalt und zur Erhöhung der Biodiversität in unserem Kanton.
Ökologische Netzwerke

Die Transagglo

Der Übergang zwischen Stadt und Land verläuft in der Freiburger Agglomeration von Tag zu Tag fliessender. Dies geschieht auch über die Mobilität. Dank der Transagglo verfügen Fussgänger und Radfahrer bald über eine Verbindungsstrecke von Avry über Matran, Corminboeuf, Villars-sur-Glâne, Freiburg und Granges-Paccot bis Düdingen. Über einen Streckenabschnitt der Transagglo kann man nun auch von der Universität bis zur Haltestelle St. Leonhard gelangen, und so den motorisierten Verkehr umgehen, oder von Beaumont nach Nuithonie den Parc de Cormanon durchqueren.
Die Transagglo

Glâne ouverte

Dem Verein Glâne Ouverte gehören Personen an, die lokale, ökologische und solidarische Lösungen für eine nachhaltige Lebensweise suchen. Konkret stellt der Verein in der Stadt Romont Gärten zur Verfügung und vereinfacht die direkte Verbindung zwischen Konsumenten und Produzenten der Region mit dem Verein Croqu’terre. Zudem möchte er, dass Croqu’terre weiter an Bedeutung gewinnt.
Glâne Ouverte
Croqu’terre

Regionaler Naturpark Gruyère Pays-d'Enhaut

Der Regionale Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut wurde 2011 geschaffen. Er wertet die voralpinen Landschaften auf, schützt die Umwelt und unterstützt gleichzeitig die Alpwirtschaft. Der Park setzt sich dank seines eigenen Labels für die regionale Produktion ein. Er entwickelt Aktivitäten in den Bereichen Tourismus, Wertschöpfungskette Holz und Landwirtschaft, die die Anforderungen der nachhaltigen Entwicklung erfüllen. Er ist die Lunge der Region und bietet den Bergregionen zahlreiche Zukunftsperspektiven.
Regionaler Naturpark

Botanischer Garten

Als Ort der Erholung und des Wissens ist der Botanische Garten Freiburg seinem Wesen nach ein Stück Erde, das die Biodiversität begünstigt. Er ist gewissermassen der Hüter der DNA der Freiburger Landschaft. Zusammen mit der «Regionalen Koordination zur Erhaltung der Flora» erarbeitet der Botanische Garten Programme zur Erhaltung bedrohter Pflanzenarten. Vom Botanischen Garten aus werden gewisse Arten wieder in ihren natürlichen Lebensraum eingebracht.
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Revitalisierung der Saane

Der Bau von Stauwehren ermöglichte die Erzeugung von sauberer Energie. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie die Fischwanderung behindern. Das Überleben der Fische hängt aber von dieser Wanderung ab, da sie die Flüsse hochschwimmen, um sich fortzupflanzen. Der Kanton setzt sich daher für die Revitalisierung der Saane ein. Er bringt beispielsweise Fischlifte und -leitern an, dank denen die Fische diese Hindernisse überwinden können. Er deponiert Kies am Fuss des Stauwehrs Magerau, des 1870 errichteten und damals europaweit ersten Betonstauwehrs, um einen für die Entwicklung der Fische geeigneten Lebensraum zu schaffen. Dank diesen Massnahmen kann Strom mit dem Label «naturemade star» produziert werden.
Dokumentarfilm „Au fil de l’eau“

Das ökologische «Funiculaire»

Früher standen sich die Unter- und die Oberstadt feindselig gegenüber. Es ist geschichtlich nicht belegt, ob die Standseilbahn die Annäherung zwischen den beiden Teilen der Stadt erleichtert hat. Ganz offensichtlich beweist dieses 1899 eingeweihte Verkehrsmittel heute eine avantgardistische Seite. Das gute alte «Funiculaire» wurde ins Inventar der nationalen Kulturgüter aufgenommen. Es wird nach dem Grundsatz der erneuerbaren Energie mit dem Abwasser der Stadt betrieben, das als Antriebsballast für die Fahrt nach oben und nach unten dient.
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Das Albertinum

Das Albertinum, oder das Konvent unter dem Patronat des hl. Albertus Magnus, sticht durch seine imposante, zum Place Python hin ausgerichtete Fassade hervor. Diese Lage im Herzen der Stadt eignete sich bestens, um ab 1890 die ersten Professoren der Philosophie und Theologie der Universität zu beherbergen. Diese Dominikaner-Professoren unterschiedlichster Herkunft haben entscheidend zur Öffnung Freiburgs gegenüber der Welt beigetragen. Nach wie vor sind sie an der Ausstrahlung Freiburgs beteiligt. Die Klosterkapelle beherbergt die orthodoxe Pfarrei des Heiligen Demetrius des Neuen Basarabov. Mehr…

Die Kathedrale

Mit ihren 76 m Höhe überragt die Kathedrale die Altstadt seit dem 12. Jahrhundert. Sie ist das wichtigste architektonische Wahrzeichen der Kantonshauptstadt. Jedes Jahr im Dezember versammeln sich Freiburgerinnen und Freiburger jeden Alters vor der Kathedrale, um den wohlwollenden Worten von Sankt Nikolaus zu lauschen. Von zuoberst auf dem Turm, wo auch diese Aufnahme entstand, bietet sich dem Besucher ein eindrückliches Panorama: die harmonischen Landschaften eines Kantons, wo Stadt und Land, Berg und Tal reibungslos ineinander übergehen.
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Die Abtei Hauterive

Die Zisterzienserabtei Hauterive wurde 1138 gegründet. Ein Jahrhundert später haben die Mönche die Ebene oberhalb des Klosters gerodet und dort rund um eine «Grange Neuve» Landwirtschaft betrieben. In der Folge des Sonderbundkriegs wurde das Kloster 1848 aufgehoben. Das Gebäude beherbergte in der Folge die Landwirtschaftsschule, später das Lehrerseminar. Die Zisterziensergemeinschaft nimmt die monastische Aktivität 1939 wieder auf. Heute bewirtschaften junge werdende Landwirte und Mönche diverser Herkunft dieses schöne Fleckchen Erde, das in einer Saaneschlaufe liegt.
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Der Brunnen der Samariterin

Die Brunnen in Freiburg waren lange Zeit Orte des Austauschs. Der Brunnen der Samariterin wurde um 1550 renoviert und stellt Jesus auf einem Brunnenrand sitzend dar. Er bittet die Samariterin, die sich ihm gegenüber befindet, um Wasser. Jesus, der jüdischen Glaubens war, nimmt das Gespräch mit einer Samariterin auf, trotz der konfliktgeladenen Beziehungen zwischen diesen beiden Gemeinschaften. Nebst seiner künstlerischen Schönheit und dem theologischen Charakter suggeriert dieses Renaissancewerk heute eine Botschaft der Öffnung, die sich an alle richtet.
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Das Franziskanerkloster

Die Franziskaner sind seit dem 13. Jahrhundert in Freiburg und haben seit 1890 zur Entwicklung des Schulwesens beigetragen. Ihr Kloster spielt eine wichtige Rolle für den Zusammenhalt des Landes. Am 4. Juli 1803 wird hier die erste eidgenössische Tagsatzung seit der von Napoleon auferlegten Mediationsakte eröffnet. Der Landammann Louis d’Affry präsidiert die Versammlung, an der die Vertreter der 19 Kantone anwesend sind. In seiner Rede ruft der freiburgische Staatsmann zum Respekt zwischen den verschiedenen Konfessionen auf. Er freut sich über die «gegenseitigen Gefühle des Frieden, der Eintracht und des Wohlwollens», die in der Schweiz walten.
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Das Bibel + Orient Museum

Im Bibel + Orient Museum, das im Gebäude der Universität Miséricorde untergebracht ist, ist altägyptische und altorientalische Miniaturkunst ausgestellt. Das Museum bietet jedoch mehr als eine Ausstellung von Gegenständen in Zusammenhang mit der Bibel. Es trägt zu einem besseren Verständnis der Entwicklung der monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – bei. Indem es die Zusammenhänge dieser religiösen Kulturen beleuchtet, lädt das Museum zum Dialog und zum gegenseitigen Verständnis ein.
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Die Kartause La Valsainte

Die Kartause La Valsainte liegt zuhinterst im Javroztal im Greyerzbezirk und scheint eine zeitlose Ruhe zu verströmen. Dieses am Ende des 13. Jahrhunderts erbaute Kloster erwies sich als Hafen des Friedens während der Wirren des 20. Jahrhunderts. Es nahm damals französische Ordensleute im Exil und einen spanischen Kardinal auf, der sich weigerte, den Aufstand von General Franco zu unterstützen. Zudem trug es insgeheim zum Dialog zwischen italienischen Kommunisten und Katholiken bei, die gegen den Faschismus waren. Die geografische Entfernung der Kartause steht in Kontrast zu ihrer spirituellen und intellektuellen Ausstrahlung.
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Die Maigrauge

Die Maigrauge (Magerau) ist das erste und bis ins 17. Jahrhundert einzige Frauenkloster in Freiburg. Sie entstand auf Initiative einer Gruppe von Frauen hin, die 1255 vom Pfarrer von Tafers die Erlaubnis erhielten, in einer klösterlichen Gemeinschaft zu leben. So verfügten die Frauen im 13. Jahrhundert über mehr Rechte und Freiheiten als die Französinnen unter dem Code Napoléon. Allerdings mussten die Äbtissinnen ihre Unabhängigkeit angesichts von wirtschaftlichem und ideologischem Druck stets verteidigen.
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Die Synagoge

Die Synagoge von Freiburg stammt aus dem Jahre 1905 und ist nicht sehr bekannt. Sie wurde nach der Gründung der israelitischen Kultusgemeinde Freiburgs im Jahre 1895 erbaut. Obwohl sie nicht sehr gross ist, ist die jüdische Gemeinde ein fester Bestandteil der freiburgischen Gesellschaft. Ihre Mitglieder waren stets aktiv im kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben des Kantons. Freiburg war 1990 der zweite Kanton der Schweiz, der der israelitischen Kultusgemeinde die öffentlich-rechtliche Stellung zuerkannte, was von ihrer gelungenen Integration zeugt.
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Die reformierte Kirche

Die evangelisch-reformierte Kirche wurde 1875 erbaut. Sie steht mitten im Zentrum einer historisch katholischen Stadt und zeugt von friedlichem interreligiösem Zusammenleben. In der Kirche werden zweisprachige Gottesdienste abgehalten, was eine Facette der vielschichtigen freiburgischen Identität widerspiegelt. Dieser Durchgangsort ist auch ein Raum des Austausches mit dem Saal Agora, der während der Mittagspause Studenten, Arbeitern und anderen Passanten offensteht.
www.paroisse-fribourg.ch/de/reformierte-kirchgemeinde

Das Ursulinenkloster

Die Ursulinen sind eine der Welt zugewandte Kongregation. Sie haben zur Entwicklung der Schule in Freiburg beigetragen und den Mädchen den Zugang zur Bildung geebnet. Anfang des 20. Jahrhunderts eröffneten sie zahlreiche Pensionate und Schulen, unter anderem die «Ecole supérieure de commerce», das Lehrerseminar oder die «Ecole de nurses». Diese Schwestern, die 1634 vor dem 30-jährigen Krieg in Freiburg Zuflucht suchten, unterstützen heute unter anderem Ausländerinnen und helfen ihnen dabei, sich mit der Vergangenheit zu versöhnen.
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Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft

Das Schweizerische Zentrum für Islam und Gesellschaft ist der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg angegliedert und wurde 2015 eröffnet. Im Zentrum seiner Forschungs- und Unterrichtstätigkeit stehen Ethik und Gesellschaftsfragen. Das Bildungsangebot richtet sich sowohl an Muslime wie auch alle anderen Personen, die in regelmässigem Kontakt mit der muslimischen Gemeinschaft stehen. Als symbolische Brücke und Zentrum für den Zusammenhalt wird es zum interreligiösen Frieden beitragen. Es ist nur natürlich, dass sich dieses Zentrum in einem Kanton niedergelassen hat, der es verstand, ab dem 19. Jahrhundert in religiösen Angelegenheiten den Dialog zu fördern und pragmatische Lösungen zu bieten.
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